Warum ich jage

 

Ich esse nur Tiere, die ich selbst erlegt und verarbeitet habe. Ich war sieben Jahre lang Vegetarier, dann habe ich den Jagdschein gemacht. Ich bin Jäger geworden, weil es mir lieber ist,  bewusst selbst zu töten, als die Verantwortung abzugeben und Lebensmittel zu verwerten, deren Ursprung ich nicht kenne. In einer globalisierten Welt ist der Weg eines Produkts kaum nachzuvollziehen. Mein Wild hat in Freiheit gelebt, sich viel bewegt und hoffentlich auch mal gepaart. Das Ende kommt plötzlich und unerwartet, oft hört das Tier nicht mal mehr den Schussknall. Dafür trage ich die Verantwortung gerne selbst!

Jagd bedeutet für mich, mich intensiv mit Lebensraum und Lebensrhythmus der Wildtiere zu beschäftigen. Es macht viel Spaß, so viel Zeit im Wald zu verbringen und zu versuchen, sich in das Wild hineinzufühlen um sein Verhalten immer besser zu verstehen.

Etwa bei jedem zehnten Versuch gelingt es mir Beute zu machen. Vor mir liegt dann ein totes Tier und eine große Aufgabe: Mache ich beim Ausnehmen einen Fehler, beeinträchtigt das die Fleischqualität enorm. Später verarbeite ich das komplette Tier vom Lebewesen zum Lebensmittel. Aber welches Teilstück ist für welche Zubereitungsmethode geeignet? Und wie kann ich unbeliebtere Stücke wie Herz, Nieren, Leber sinnvoll verwerten? Es macht Spaß, Antworten auf diese Fragen zu suchen.

Wildfleisch ist ein fantastisches Lebensmittel. Die Tiere wachsen langsam, mit viel Bewegung und artgerechter Nahrung. Das schmeckt man: Jede Wildart hat ihren eigenen, feinen Geschmack der sich mit den Jahreszeiten verändert. Ich tausche gerne mit anderen Jägern und Jägerinnen, Freunden und Bekannte Ideen und Rezepte aus und freue mich auf eure Anregungen und Ideen!

Merken

Merken

Merken

Merken

Portrait Fabian Grimm
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

Beliebte Beiträge