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Eine schrotlose Kunst

AllgemeinSchmorfleisch

Ich selbst gehe nur »ganz normal«, also mit dem Gewehr zur Jagd. Für Rehe, Wildschweine und Rotwild ist dabei die Büchse die Waffe der Wahl, will ich kleineres Wild erbeuten, nehme ich eine Flinte und schieße mit Schrot. Es gibt aber auch eine andere, sehr naturnahe Möglichkeit: »die Kunst mit Vögeln zu jagen«. Ein Beizvogel, wie ein Habicht oder ein Falke, arbeitet dabei mit dem Menschen (und manchmal auch noch einem Hund oder einem Frettchen) zusammen. Der Vogel versucht die Beute wie ein Wildvogel zu schlagen – wenn das klappt wird geteilt. Die Falknerei ist eine über 4000 Jahre alte Form der Jagd und als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO anerkannt.
Von einem Falkner habe ich einige Kaninchen bekommen und ein Kaninchencurry daraus gekocht, bei dem man garantiert nicht auf Schrotkugeln beisst!

(Habichtfoto von Denise Rebstock)

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Kaninchencurry

Buttersschmalz/Ghee
vier Wildkaninchenrücken
ein Becher griechischer Joghurt (10%)
zwei Zwiebeln, gewürfelt
ein EL Ingwer, gewürfelt
zwei EL Knoblauch, gehackt
sechs Tomaten, gehäutet, gehackt, ohne Kerne,
ein Lorbeerblatt
ein EL Currypulver
ein EL Kurkuma
ein TL Garam Masala (Gewürzpulver aus dem Asialaden)
Korianderblätter, gehackt
eine Hand voll Cashewnüsse

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Das Kaninchenfleisch von den Knochen lösen, die Sehnenhäute entfernen und würfeln. In einer großen Pfanne das Butterschmalz zerlassen und
das Fleisch darin kräftig anbraten, herausnehmen und beiseite Stellen.

Zwiebel-, Ingwer und Knoblauchwürfel einige Minuten braten, bis sie beginnen braun zu werden. Alle Zutaten bis auf Garam Masala und Koriander hinzufügen, das Fleisch wieder dazugeben, vermischen und eine halbe Stunde bei geringer Hitze köcheln lassen.

Währendessen die Cashewnüsse ohne Fett kurz anrösten und beiseiten stellen. Das Fleisch mit Salz und Garam Masala abschmecken und eventuell noch mit etwas Wasser aufgießen. Curry mit den Nüssen und den Korianderblätter bestreuen und anrichten.

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Safranreis
250 g Reis
ein El Ingwer, fein gehackt
einige Fäden Safran
eine Zwiebel, gewürfelt
ein EL Kreuzkümmel

Kaninchen essen, Kaninchen Curry, Kaninchen Rezept, Falknerei, Wildkaninchen, selbst versorgen, Selbstversorger, Wild, Wildbret, Wildfleisch, Jagd, Jäger, Jäger und Sammler, Wildbret, Ethische Ernährung, Haut gout, Fabian GrimmDen Reis vor der Zubereitung für 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen, den Safran mit etwas heißem Wasser aufgießen. Die Zwiebelwürfel in etwas Öl dünsten bis sie glasig sind, den gehackten Ingwer und den Kreuzkümmel dazu geben und kurz mitbraten. Den Reis abgießen und ebenfalls mitbraten, salzen und 250 ml Wasser dazugeben. Aufkochen lassen, den Safran mit dem Wasser dazugeben und alles abgedeckt bei kleinster Hitze etwa 20 Minuten ziehen lassen. Der Reis sollte das Wasser vollständig aufnehmen.

Dazu passen indisches Naanbrot und kühles Bier.

 

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Grimms Wildkochbuch

Fünfzig Rezepte sind für mein ersten Kochbuch zusammengekommen, acht Tiere werden zubereitet – trotzdem ist es ein bisschen mehr als ein Kochbuch: Wenn ich ein Stück Fleisch aus dem Gefrierschrank nehme, erinnere ich mich genau daran, wo es herkommt. Bei jeder Art findet sich deshalb neben den Rezepten auch ein ausführlicher Text zu dem Jagderlebnis hinter dem Fleisch.

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: Rehsteaks,  Wildschweingulasch oder Burger aus  selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige manchmal auch die weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

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