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Bolognese für Barbara Hendricks

AllgemeinTextWildhack

Die Bundesumweltministerin Barabara Hendricks hat angewiesen, dass auf Veranstaltungen ihres Hauses weder Fisch noch Fleisch auf den Tisch kommt. So weit, so vegetarisch. Eine Ausnahme gibt es dann aber doch! In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es wörtlich: »Wenn wir demnächst in der Wahner Heide bei Köln den großen Erfolg des Naturschutzprojekts Nationales Naturerbe“ feiern, wird es dort ganz zünftig zugehen – Wildfleisch inbegriffen.«

Kein Rind aus Weidehaltung, keine Bioforelle und kein Zweinutzungshuhn, nein, Wildfleisch aus der Region soll es sein. Das freut mich. Wer zu mir eingeladen wird, bekommt auch Wild auf den Teller. Für mich ist Wildbret noch hochwertiger als Fleisch mit allen Siegeln und Zertifikaten. Beim Thema »Artgerechtigkeit« sind Reh, Wildschwein und co. Trumpf: Wildtiere leben frei und selbstbestimmt in der Kulturlandschaft. Sie folgen ihren natürlichen Instinkten, die sie im Laufe der Evolution entwickelt haben. Sie ernähren sich von dem, was sie zu den verschieden Jahreszeiten finden – im Sommer und Herbst ist die Auswahl groß, im Winter dafür umso geringer. Reviere werden abgesteckt, verteidigt und wieder aufgegeben, Nachwuchs wird geboren, aufgezogen und geht eigener Wege. Wildtiere haben kein leichtes Leben: Krankheiten und Verletzungen werden nicht behandelt. Ist ein Frühjahr besonders nass und kalt, gehen viele Jungtiere kurz nach der Geburt wieder ein. Nur die stärksten, gesündesten überleben und pflanzen sich fort.

Wer Wildfleisch essen möchte, muss es erjagen. Der Schuss tötet das Tier überraschennd und schnell, oft hört es nicht einmal mehr den Knall. Wildtiere wachsen langsam und haben viel Bewegung, das merkt man auch an ihrem Fleisch. Es ist dunkelrot und mager, intensiv im Geschmack und erstaunlich zart. Ich bin stolz, als Jäger ein so großartiges Produkt erzeugen zu können!

Für Barbara Hendricks würde ich Spaghetti mit Wild-Bolognese kochen. Das kommt erfahrungsgemäß immer gut an, und zeigt, dass Wild genau so kompliziert oder einfach zuzubereiten ist, wie jedes andere Fleisch auch.

 

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Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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