Filet-Rollen vom Frischling mit Mozarella-Füllung

AllgemeinKurzbraten und GrillenRezepte

Wildfleisch hat viele Vorzüge: Regionale Erzeugung, Freiland-„Haltung“, langsames, schonendes Wachstum… Mir sind diese Aspekte wichtig, allerdings erschließen sie sich eher rational. Sie wurzeln in Überlegungen, wie wir unsere Kulturlandschaft nutzen und zum ethischen Umgang mit Tieren – auf dem Teller ist das alles erst mal noch nicht viel wert. Ich möchte eine Mahlzeit schließlich mit allen Sinnen genießen, nicht nur eine Moraldrüse irgendwo im Oberstübchen befriedigen! Genau das macht mir Wildfleisch wunderbar leicht: Jede Wildart hat einen eigenen feinen Geschmack, der sich mit der Nahrung des Tiers, seinem Alter und der Jahreszeit immer wieder ein bisschen verändert. Egal ob als klassischer  Weihnachtsbraten, als leichtes »Bambi Goreng« oder auf dem Grill – Wild ist immer wieder aufregend und der beste Gegenentwurf zum einheitlich eingeschweißten Putenschnitzel: Fleisch kann und darf Struktur und Charakter haben! Dann braucht es auch nicht mehr viele Zutaten, um es zu höchstem Genuss zu veredeln: gegrilltes  Filet von Frischling  mit Mozzarella, Basilikum und getrockneter Tomate.

zwei Frischlingsfilets
zwei Kugeln Mozzarella
eine Handvoll getrocknete Tomaten
einige Blätter Basilikum

Das Wildschweinfilet sauber parieren und haudünn aufschneiden.

Das Wildschweinfleisch mit der Faser in möglichst dünne Streifen schneiden und eventuell noch etwas plattklopfen. Den Mozzarella ebenfalls dünn schneiden, zusammen mit einer getrockneten Tomate und etwas Basilikum auf das Fleisch legen, einrollen und mit einem Zahnstocher feststecken.

Die Röllchen fühlen sich bei eher schwacher Hitze am Rand des Grills wohl – der Käse soll ein bisschen verlaufen und das Fleisch außen nicht zu dunkel werden, damit die Röstaromen nicht den Geschmack dominieren.

 

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Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: zarte Rehsteaks, kerniges Wildschweingulasch oder Burger mit selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige  manchmal auch die vielleicht weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

„Ich esse, also jage ich“

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und über die unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben:

Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover
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