Hopfenblüten verfeinern das Gulasch mit Wildschwein

Hopfen, Franken, Rauchbier

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und aus den Hopfenblüten kann man nicht nur Bier brauen, sondern auch Gulasch damit würzen.

 

Schon letztes Jahr habe ich wilden Hopfen gesammelt und ihn verwendet um ein Gulasch aus Rehfleisch zu würzen. Die Blüten haben einen herben Geschmack und sind dafür einfach ideal. Jetzt habe ich ein anderes Gulasch zubereitet, wieder mit Hopfenblüten, aber auch mit einer anderen besonderen Zutat: einem Bamberger Rauchbier. Ich habe das Glück am Rand der Gegend mit der weltweit höchsten Brauereidichte zu leben, und auch ungewöhlichere Biere kennen zu lernen. Rauchbier schmeckt tatsächlich rauchig wie Schinken, denn das Gerstenmalz wird über einem qualmenden Holzfeuer getrocknet – genau dieser Rauchgeschmack ergänzt das würzige Wildschweinfleisch und den herben Hopfen perfekt!

 

 

1,2 kg durchwachsenes Wildschweinfleisch
(Schulter, Hachse, Eisbein oder Nacken)
2 El Butterschmalz
zwei Zwiebeln, in Ringe geschnitten
zwei Knoblauchzehen, fein gewürfelt
eine Chilischote, fein gewürfelt
ein TL süßes Paprikapulver
eine Flasche dunkles Rauchbier
eine Hand voll Hopfenblüten
Salz und Majoran

 

Das Wildschweinfleisch in Würfel schneiden und in dem Butterschmalz scharf anbraten, die Zwiebelringe, die Chilischote und den Knoblauch dazugeben. Wenn die Zwiebeln weich sind, mit dem Paprikapulver bestäuben und mit dem Bier ablöschen, dann die Hopfenblüten dazugeben und abgedeckt 90 Minuten bei kleiner Hitze schmoren. Zum Schluss die Flüssigkeit etwas einkochen lassen und mit Salz und Majoran abschmecken.

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Grimms Wildkochbuch

Fünfzig Rezepte sind für mein ersten Kochbuch zusammengekommen, acht Tiere werden zubereitet – trotzdem ist es ein bisschen mehr als ein Kochbuch: Wenn ich ein Stück Fleisch aus dem Gefrierschrank nehme, erinnere ich mich genau daran, wo es herkommt. Bei jeder Art findet sich deshalb neben den Rezepten auch ein ausführlicher Text zu dem Jagderlebnis hinter dem Fleisch.

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: Rehsteaks,  Wildschweingulasch oder Burger aus  selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige manchmal auch die weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

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