Pfifferlinge, Pflaumen und Rehfleisch

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Ich habe nie wirklich gelernt zu kochen, also keine Ausbildung in der Richtung gemacht, nicht einmal Praktika. Als Hobbykoch fehlt mir immer mal Grundlagenwissen: eine ordentliche sauce hollandaise schüttle ich nicht aus dem Handgelenk, Bierteig müsste ich erst nachschlagen und bei einigen Rezepten in der Sammlung werden Menschen, die kochen als Handwerk gelernt haben, sicherlich den Kopf schütteln.
Trotzdem kann man alles, was ich hier zeige tatsächlich ganz gut essen. Fehlendes Wissen gleiche ich aus, indem ich so gute Zutaten verwende, dass überhaupt nichts schief gehen kann – frische Pilze aus dem Wald, reife Früchte von der Obstwiese hinter dem Haus und was die Fleischqualität angeht, ist selbst erlegtes und verarbeitetes Wild sowieso über jeden Zweifel erhaben. Kurzgebratener Rehrücken mit Pflaumen und Pfifferlingen ist wirklich nicht aufwändig oder kompliziert. Man muss nur herausfinden, wo Pfifferlinge, Pflaumen und Rehe wachsen, und schon ist ein großartiges Gericht so gut wie fertig.

 

600 g Rehrücken, ausgelöst und pariert
ein EL Butterschmalz
eine Hand voll Pfifferlinge
die andere Hand voll Pflaumen
100 ml Portwein

Den Rehrücken in dem Butterschmalz von beiden Seiten scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen und für etwa 10 Minuten im auf 120° vorgeheizten Backofen ziehen lassen. Die geputzten und fein geschnittenen Pfifferlinge währenddessen in der gleichen Pfanne kurz braten, die entkernten, gewürfelten Pflaumen dazugeben und nach 1-2 Minuten mit dem Portwein ablöschen. Etwa fünf Minuten später sollte der Portwein zu einer dickflüssigen Sauce eingekocht sein, und der Rehrücken im Ofen einen noch leicht rosafarbenen Kern aufweisen.

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Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: zarte Rehsteaks, kerniges Wildschweingulasch oder Burger mit selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige  manchmal auch die vielleicht weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

„Ich esse, also jage ich“

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und über die unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben:

Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover
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