Saisonal? Selber schuld!

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Das Kalenderjahr beginnt gerade erst, aber die Jagdsaison neigt sich dem Ende zu. Rehe dürfen nur noch wenige Tage geschossen werden, Feldhasen haben schon keine Jagdzeit mehr und spätestens Ende Januar sind in den meisten Bundesländern nur noch Wildschweine und Füchse »frei«. Es gilt für die Schonzeit vorzusorgen. Eine besondere Rolle spielt für mich dabei Wildfond – nicht umsonst bedeutet das englische Wort für das Flüssige Gold, »stock«, auch Vorrat. Besucher sind oft von den Massen an Gläsern mit eingekochtem Wildfond überrascht, aber ich weiß, dass die spätestens Ende April wieder aufgebraucht sind.
Ich verarbeite die Knochen meiner Beute immer zu einem ungewürzten Fond, der sich flexibel abschmecken lässt und jeden Brühwürfel locker in die Tasche steckt. Auch eine einfache Kürbissuppe ist bei mir deshalb ein bisschen wild, auch wenn auf den ersten Blick weder  Fleisch noch Wurst zu sehen ist…

 

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eine Knoblauchzehe (fein gewürfelt)
ein Hokkaidokürbis (gewürfelt, ohne Kerne)
eine große Süßkartoffel (gewürfelt)
Chilischoten (gemörstert)
ein Liter Rehfond
Salz und Kürbiskernöl

Den Knoblauch in einem Schluck neutralem Öl anbraten, Kürbis, Süßkartoffel und Chilis dazugeben und eine Weile dünsten. Mit dem Rehfond aufgießen, 15 Minuten köcheln lassen, pürieren, mit Salz abschmecken und mit etwas Kürbiskernöl anrichten.

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Ich verarbeite ein ganzes Wildschwein.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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