Ente gut, alles gut! – Haut Gôut

Ente gut, alles gut!

Allgemein

Ende, aus, Zapfenstreich. Heute Morgen war ich spontan noch ein letztes mal im Wald, um nach den Rehen zu sehen. Über den Weg gelaufen ist mir keines mehr, und jetzt haben die Tiere für über 100 Tage Ruhe – es ist Schonzeit, erst am ersten Mai geht es wieder auf die Jagd. Das ist gut für das Wild: die Rehe sind trächtig, die Wildschweine haben zum Teil schon Frischlinge und zu fressen gibt es auch nicht viel. Das ist aber auch gut für mich, den so bleibt auch mal ein wenig Zeit für andere Dinge als die Jagd: um den Gefrierschrank wieder leer zu kochen zum Beispiel, um mal ein bisschen zu arbeiten oder um mit dem Imkern anzufangen – das ist mein großes Projekt für 2018…
Zum Ende der Jagdzeit bin ich natürlich ein bisschen nostalgisch und erinnere mich an die vielen Abenteuer und Erlebnisse. Die junge Akira einzujagen und die ersten male mit ihr gemeinsam Beute zu machen waren auf jeden Fall die absoluten Höhepunkte, und einer dieser Höhepunkte landet deshalb heute auf dem Tisch: Es gibt Stockente, apportiert von Akira, mit einer Kruste mit im Frühjahr getrocknetem Waldmeister.

 

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zwei Stockentenbrüste
zwei EL Butter
zwei EL Semmelbrösel
zwei EL getrockneter, zerkrümelter Waldmeister
eine Prise Salz

Trotz, oder vielleicht gerade wegen, einer sehr einfachen Zubereitung bietet die Ente so ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis: Alle Zutaten außer dem Fleisch werden vermischt, die Entenbrüste von beiden Seiten mit etwas Öl scharf angebraten, aus der Pfanne genommen und die Waldmeistermasse auf dem Fleisch verstrichen. Die Ente wird dann im vorgeheizten Ofen bei 180° einige Minuten gebacken bis die Kruste goldbraun und das Fleisch gar ist.

 

 

 

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Ich verarbeite ein ganzes Wildschwein.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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