Risotto mit Toten-Trompeten

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Als Pilzjahr war 2017 wirklich unglaublich. Ein feuchter Sommer und ein warmer Herbst waren für viele Pilze optimal und sie haben reichlich fruktifiziert. Wer hier aufmerksam mitliest, hat wahrscheinlich gemerkt, dass ich das genutzt, viel gesammelt und einige neue Arten zum ersten mal zubereitet habe: Steinpilze, Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, KnoblauchschwindlingeUnd Totentrompeten. Über keinen anderen Pilz bin ich so häufig gestolpert wie über diesen Verwandten des Pfifferlings. Zum Glück trocknen sich die Trompeten fast von selbst wenn man sie liegen lässt, und ich konnte einen großen Vorrat anlegen. Jetzt im Winter brauche ich den auf und verwende die getrockneten Pilze zum Beispiel für Totentromptenrisotto.

eine Hand voll getrocknete Totentrompeten
eine Zwiebel, gewürfelt
eine Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
50g Butter
zwei EL Ölivenöl
250 g Risottoreis
50 ml Weißwein (lieblich oder halbtrocken)
500 ml Wildfond
etwas Estragon
Salz, Pfeffer
evtl. Parmesan

Die getrockneten Totentrompeten fein zerkrümeln, mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Währenddessen die Butter in einem Topf zerlassen, das Öl dazugeben, Knoblauch und Zwiebel dazugeben und bei mittlerer Hitze weich dünsten. Den Reis ebenfalls in den Topf geben und eine Weile mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen und verdunsten lassen, die Pilze und einen Teil des Pilzwassers dazugeben. Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat, wieder etwas Pilzwasser dazugeben, wieder aufnehmen lassen, usw. Wenn das Pilzwasser aufgebraucht ist, mit kleinen Mengen Fond weitermachen – nach 20 Minuten sollten die 250 ml und die 500 ml Fond in den Topf gewandert und der Reis gerade noch ein wenig bissfest sein. Mit Salz, Pfeffer und wenig Estragon abschmecken und eventuell mit geriebenem Parmesan bestreuen. Um nicht vom Fleisch zu fallen, passt etwas Rotwildsteak aus der Oberschale dazu.

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Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover

Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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