Rehrücken, Kräuterseitling, Rezept Zubereitung, Pilze

Rehrücken und Seitling

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Kräuterseitling, Rezept, Reh mit Pilzen, Rehrücken, Wild, Wildgericht

 

[Dieser Beitrag ist eine Kooperation mit Pilzmännchen]
Die mit Abstand besten Pilze, die ich bisher gefunden habe, waren Austernseitlinge die an einer alten Buche bei uns im Revier gewachsen sind. Sie sehen herrlich aus, und schmecken fast noch besser! Allerdings sprießen diese Pilze nur bei Temperaturen zwischen zwei und zehn Grad, also im Winter…
Die Firma Pilzmännchen war jetzt so freundlich, mir ein Zuchtset für enge Verwandte der Austernpilze. zur Verfügung zu stellen: Kräuterseitlinge. Ich habe einen in Folie gepackten Pallen Substrat bekommen, ihn etwas geöffnet, gewässert und gewartet. Etwa zwei Wochen später konnte ich dann ernten, ganz komfortabel in meinem Keller. Das beste: die Kräuterseitlinge schmecken auch hervorragend, und man muss sich keine Sorgen machen, doch den falschen Pilz erwischt zu haben. Ich habe einen Rehrücken mit den Pilzen gefüllt, einige Holunderblüten runden das Ganze mit ihrem süßen, duftigen Geschmack ab.

 

Rezept für Rehrücken, gefüllt mit Kräuterseitlingen.

 

500g Kräuterseitlinge, in Streifen
eine Zwiebel und etwas Knoblauch (beides gehackt)
zwei EL Butter
einige Holunderblüten
ein Rückenstrang vom Maibock, ausgelöst und pariert (ca. 800 g)

Pilze, Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze in der Butter anbraten, währenddessen den Rehrücken auslösen, parieren und längs tief einschneiden. Das Fleisch mit den angebratenen Seitlingen und den Holunderblüten füllen und mit Zahnstochern oder Rouladennadeln wieder verschließen. In Butterschmalz oder neutralem Öl von allen Seiten scharf anbraten und für einige Minuten im vorgewärmten Ofen bei 120° ziehen lassen. Der Rücken ist trotz Füllung aber keine Roulade! Er sollte deshalb nicht durchgebraten werden, sondern innen noch rosa sein. Aufschneiden und mit dem restlichen Pilzegemüse anrichten.

 

Rehrücken mit Pilzen: Kräuterseitlinge und Holunderblüte ergeben einen tollen Geschmack.

 

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Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: zarte Rehsteaks, kerniges Wildschweingulasch oder Burger mit selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige  manchmal auch die vielleicht weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

„Ich esse, also jage ich“

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und über die unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben:

Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover
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