Speisepilz Nummer drei

Allgemein

Genau drei Speisepilze habe ich dieses Jahr gefunden: im Frühjahr einen Schwefelporling, im Sommer einen Lungenseitling und jetzt im Herbst einen Birkenröhrling. Das war‘s.

So langsam gebe ich tatsächlich auch die Hoffnung auf, dass da noch etwas kommt: keine Steinpilze, keine Pfifferlinge, keine Parasole… Nichts! Die Trockenheit hat für einen Totalausfall bei den Pilzen in meinem Sammel-gebiet gesorgt. Letztes Jahr hatte ich im November haufenweise Trompetenpfifferlinge gefunden und zum ersten mal auch einen Korb voll Austernseitlinge entdeckt. Austernseitlinge wachsen erheblich später als die meisten anderen Pilze, erst bei Temperaturen zwischen zwei und zehn Grand beginnen sie zu fruktifizieren, da könnte man jetzt noch eine Chance auf Pilzglück haben. Voller Hoffnung bin ich vorgestern wieder zu »meinem« Baum gelaufen, um zu sehen ob sich schon etwas tut: Die Austernseitlinge waren tatsächlich zu sehen, aber noch winzig und trotzdem bereits tot und völlig eingetrocknet.

Die drei (!) Erfolgserlebnisse die ich in diesem Pilzjahr hatte, habe ich dann besonders genossen: den Schwefelporling hatte ich mit Kräutern gebraten, der Lungenseitling ist als Einlage in einem herrlichen Gazpacho gelandet und den Birkenröhrling gab‘s ohne viel Schnick-Schnack angebraten mit ein paar Zwiebelringen und etwas Knoblauch auf einem Butterbrot – nicht spektakulär, aber gerade genug, um bis nächstes Jahr nicht zu vergessen, wie Pilze eigentlich schmecken.

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Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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