Birnen aus dem Kuriositätenladen

Allgemein

Mein Blog wird jetzt, Ende November, Anfang Dezember drei Jahre alt, damit ist er wohl so langsam aus dem Gröbsten raus. Hinter mir liegen drei Jahre mit viel Arbeit, noch mehr Spaß und vor allem viel gutem Essen!
Außerdem habe ich dieser Zeit spannende Bekanntschaften gemacht, zumindest virtuell. Steph zum Beispiel. Sie ist allerdings schon einen riesigen Schritt weiter und mit dieser Pionierleistung eine Art Vorbild für mich: Ihre Seite, der „kleine Kuriositätenladen“ feiert genau heute sein zehnjähriges (!) Jubiläum! Der Blog ist also nicht nur aus dem Gröbsten raus, sondern nach zehn Jahren mit (vermutlich) viel mehr Arbeit, (hoffentlich) noch mehr Freude und Unmengen fantastischer Rezepte so richtig erwachsen…

Die Chefin des Kuriositätenladens ist auch eine der Erfinderinnen der Aktion „Saisonal schmeckt‘s besser“, bei der etwa 30 Foodblogs sich einmal im Monat saisonalem Gemüse widmen. Als Geburtstagsüberraschung möchten wir anderen Teilnehmer deshalb heute eine Extrarunde einlegen und jeweils ein saisonal passendes Rezept aus dem kleinen Kuriositätenladen vorstellen.
Ich habe mich für die eingeweckten Portweinbirnen entschieden. Birnen gab es dieses Jahr reichlich, bis vor wenigen Tagen hingen die Bäume auf den Obstwiesen voll. Leider macht kaum sich noch die Mühe sie einzulagern und zu verwerten, es ist traurig mit anzusehen, wie die Früchte einfach abfallen und verfaulen – immerhin das Wild bedient sichgelegentlich. Schon vor zwei Jahren hatte ich Birnen eingekocht, war aber mit dem Ergebnis noch nicht so ganz zufrieden. Dieses Jahr ist das dank dem Rezept aus dem Kuriositätenladen jetzt anders und ich habe einige Gläser leckerer Portweinbirnen im Schrank! Weil auch die Walnüsse in diesem Jahr besonders gut getragen haben, habe ich zum festlichen Anlass die Portweinbirnen mit einem Rehschnitzel in Walnusspanade kombiniert.

 

 

Hier entlang zum Rezept aus dem kleinen Kuriöstitenladen für Portweinbirnen . Ich habe mich genau daran gehalten, die einzige Abweichung sind einige Wacholderbeeren, die mit im Glas gelandet sind.

Wie beim klassische Wiener Schnitzel gab es als Beilage Ofenkartoffeln und keine Sauce, sondern nur einen Spritzer Zitronensaft und – statt der üblichen Preiselbeeren – die Birnen als süßen Gegenspieler. Für das Rehschnitzel habe ich die »Rolle«, ein Teilstück aus der Keule, quer eingeschnitten, aufgeklappt und ordentlich platt geklopft. Danach habe ich das Fleisch wie gewohnt in Mehl gewendet, durch ein verquirltes Ei gezogen und in ganz, ganz fein gehackten Walnusskernen paniert. Danach habe ich es kurz und heiß in reichlich Butterschmalz gebraten und mit den Birnen angerichtet. Die Nusspanade bringt nicht nur mehr eigenen Geschmack mit als normale Semmelbrösel, sondern saugt auch etwas weniger Fett auf, so dass auch der eigentlich Reh-Geschmack hervorragend zum Tragen kommt – und der passt wieder fantastisch zu den Portweinbirnen.

 

 

 

Zum Partybuffet haben auch einige andere etwas beigesteuert. Bei dieser Vielfalt an Rezepten aus den letzten zehn Jahren sollte nun wirklich für jeden etwas dabei sein:

thecookingknitter – Gebeizter Lachs mit Roter Bete und Gin mit Olivencrackern  (2014 / 2009)

ZimtkeksundApfeltarte.com – Whisky-Truffel  – 2013

Schlemmerkatze – Puddingbrezeln (2018)

Nom Noms food – White Chocolate Mocha (2012)

Feed me up before you go-go – Rote-Bete-Bagels mit Jalapeño-Koriander-Frischkäse (2015)

Herbs & Chocolate – Balsamico-Zwiebel-Taler mit Thymian (2011)

moey’s kitchen – Pretzel Bites mit Käsedip (2017)

Möhreneck – Schokoladen-Whisky-Torte | 2012

Lebkuchennest – Kürbiswaffeln | 2015

Madam Rote Rübe – Birnentarte mit Camembert (2011)

Jankes*Soulfood – Stephs Hecht-Klößchen im Nudelnest (2017)

pastasciutta.de – Labskaus (2009)

Münchner Küche – Rosmarin-Oliven-Cracker (2009)

Ye Olde Kitchen – Sauerteig-Grissini (2013)

S-Küche – Sushidonuts mit Avocadofüllung (2017)

Kochen mit Diana – Eclairs mit Whiskycreme (2016)

Ina Is(s)t – Sellerierisotto mit   Amarettinibröseln (2014)

Cuisine Violette – Zitronenrolle (2017)

 

Previous
Ein ganzes Reh
Next
Süßkartoffel, Wildschwein und Walnüsse
Fabian Grimm von haut-gout.de zieht ein Reh aus dem Wald
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

Beliebte Beiträge

Partner:

LinkedIn