Qualm statt Jagd

Allgemein

Kaltgeräuchterter Schinken vom Reh im Pfeffermantel

 

Ich war jetzt eine ganze Weile nicht auf der Jagd, bis Mai wird das wohl auch so bleiben. Intervalljagd nennt sich dieses System: statt die Tiere ständig zu stören, wird nur zu bestimmten, besonders aussichtsreichen Zeiten gejagt. In Revieren, die zu größeren Teilen aus Acker- und Wiesenflächen bestehen, ist das wegen der drohenden Wildschäden in dieser Form oft kaum machbar, aber im Wald halte ich die Intervalljagd für eine wirklich gute Sache. Für das Wild ist es sicher fantastisch, wenn eine Weile mal niemand im Morgengrauen auf einem Hochsitz lauert und auch für mich selbst  bringt das System Vorteile: In den Intervallpausen habe ich endlich die nötige Zeit, um meine Beute angemessen zu verarbeiten – zum Beispiel die »Nuss« aus der Keule eines Rehs zu kaltgeräuchertem Schinken im Pfeffermantel.

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Fabian Grimm von haut-gout.de zieht ein Reh aus dem Wald

Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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