Weizen bis zum Horizont – Artenvielfalt in der Kulturlandschaft?

400.000.000.000 Euro

AllgemeinText

Wichtiger als jedes Wildrezept: Wie die Kulturlandschaft aussieht, in der wir leben (und jagen), wird ganz wesentlich durch die „Gemeinsame Agrarpolitik/GAP“ der Europäischen Union bestimmt. Das Thema klingt furchtbar trocken, aber die Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt sind kaum zu unterschätzen. Wer sich für Natur- und Umweltschutz interessiert oder sich auf andere Art mit Landschaft beschäftigt, kommt meiner Meinung nach nicht daran vorbei, sich mit der GAP zu beschäftigen. Anhand der Förderrichtlinien wird entschieden, nach welchen Kriterien und für welche Maßnahmen Subventionen an die landwirtschaftlichen Betriebe gezahlt werden. In der ablaufenden Förderperiode 2014-2020 waren insgesamt 400.000.000.000 Euro (!) zu verteilen. Die Entscheidung über die Richtlinien für die nächste Förderperiode von 2021-2027 wird intensiv diskutiert , ist längst überfällig und muss dieses Jahr getroffen werden.

Neben den Subventionen für die Bewirtschaftung ist die Förderung von Natur- und Umweltschutzmaßnahmen über die „zweite Säule“ explizit Teil dieser Zahlungen. Es ist nur fair, wenn ein Landwirt, der darauf verzichtet eine Fläche zu nutzen, dafür einen Ausgleich bekommt. Das Institut für Agrarökologie und Biodiversität und das Thünen Institut haben in zwei Forschungsprojekten im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz untersucht, welchen Effekt die in der letzten Förderperiode eigerichteten „ökologischen Vorrangflächen“ bisher auf die biologische Vielfalt hatten und welche Möglichkeiten zur Verbesserung es geben könnte. Die Zeitschrift TopAgrar hat die bisherigen Erkenntnisse und die Empfehlungen für die Zukunft in diesem Artikel kurz und prägnant zusammengefasst. Ich bin selbst kein Fachmann auf diesem Gebiet und suche deshalb immer nach gut aufbereiteten Informationen – diesen Beitrag glaube ich guten Gewissens empfehlen zu können.

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Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: zarte Rehsteaks, kerniges Wildschweingulasch oder Burger mit selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige  manchmal auch die vielleicht weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

„Ich esse, also jage ich“

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und über die unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben:

Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover
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