Es war nicht alles schlecht…

Allgemein

In den letzten Monaten habe ich für die Zeitschrift »unsere Jagd« verschiedene Wildrezepte gekocht und fotografiert. Im Vordergrund sollte dabei stehen, dass die Rezepte auch und besonders in den weniger gebrauchten Bundesländern beliebt sind: Senf- und Würzfleisch, Soljanka und Kochklopse, Piroggen und gekochtes Eisbein, und das alles mit Wildfleisch – für mich als gebürtigen Wessi mit langjähriger Ost-Erfahrung eine spannende Aufgabe.

Ich habe viel ausprobiert, noch mehr gelernt und eine Menge Spaß gehabt. Als »DDR-Rezepte« würde ich die Beiträge allerdings nicht unbedingt bezeichnen wollen, und das nicht nur amTag der Deutschen Einheit. Zubereitungsmethoden und Geschmack haben sich ohnehin nie an Grenzen gehalten, Einflüsse und Entwicklungen lassen sich kaum trennen: ein Kochklops ist nicht allzuweit entfernt von einem Pfälzer Lewwerkned’l, französisches »ragout fin« und Würzfleisch lassen sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden, und auf die Idee, dass man gewürztes Hack in Teigtaschen füllen kann, sind glaube ich wirklich alle Kulturen früher oder später gekommen: Börek, Pirogge, Baozi, Empenada, Maultasche, Samosa, Ravioli… Spätestens in der Küche wächst dann tatsächlich zusammen, was zusammen gehört, oder so.

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Grimms Wildkochbuch

Fünfzig Rezepte sind für mein ersten Kochbuch zusammengekommen, acht Tiere werden zubereitet – trotzdem ist es ein bisschen mehr als ein Kochbuch: Wenn ich ein Stück Fleisch aus dem Gefrierschrank nehme, erinnere ich mich genau daran, wo es herkommt. Bei jeder Art findet sich deshalb neben den Rezepten auch ein ausführlicher Text zu dem Jagderlebnis hinter dem Fleisch.

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: Rehsteaks,  Wildschweingulasch oder Burger aus  selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige manchmal auch die weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

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