Wilde Kräuter, noch wildere Blüten

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Frühling ist Wildkräuterzeit: Die ersten Spitzen von Knoblauchsrauke, Waldmeister, Löwenzahn schießen gerade aus der Erde. Angesichts eines Haufens frischer Kräuter, egal ob Wild oder nicht, ist es häufig die erste und einfachste Idee, sie zu hacken oder zu pürieren. Käse, Salz und Nüsse oder Pinienkerne dazu: Wildkräuterpesto! An sich eine gute Idee – aber wozu eigentlich die Arbeit?

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Reis, Röhrlinge, Rauke und ein bisschen Reh

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Risotto mit Röhrlingen, Knochenbrühe vom Reh und Knoblauchsrauke

Für ein Pilzrisotto kommen eingekochte Knochenbrühe von den Rehen im Winter und ein paar im Herbst getrocknete Pilze zum Einsatz. Zu hamstern war damals unter Menschen wenig verbreitet, und unschuldig-weißes Klopapier stand noch palettenweise in den Läden – Lebensmittel haltbar zu machen war trotzdem sinnvoll. Manches ist eben nur saisonal verfügbar: frische Rehknochen zum Auskochen gibt es frühestens ab Mai wieder, und mit Pilzen sieht es derzeit auch nicht besonders gut aus, zumindest wenn man nicht zufällig in einer Morchelgegend wohnt.

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Akira und der Wolf

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„Soziale Kontakte auf das nötigste beschränken“ bedeutet wohl auch und vor allem: viel zu Hause hocken. Um das ein bisschen erträglicher zu machen, möchte ich heute einen etwas längeren Text posten, den ich ursprünglich noch für mein Buch „Ich esse, also jage ich“ geschrieben hatte.
Das Kapitel „Akira und der Wolf ist aber wieder aus dem Manuskript geflogen, weil es nirgends so richtig gepasst hat, und auch, weil ich ein großes, konfliktreiches Thema nur anschneide – und es dann nicht auflösen kann…

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Einige Male habe ich diesen Text in den letzten Wochen und Monaten schon begonnen. Anlässe gab es genug, aber bisher habe ich ihn immer wieder verworfen. Das Spektrum auf haut-gout.de ist doch begrenzt auf Wildgerichte, Wildtiere, Wildkräuter und alles, was ich sonst so im Wald finde und meine, mir in den Mund stecken zu müssen. Heute nicht. Wenigstens ein Mal möchte ich den über den sprichwörtlichen Tellerrand eines Foodblogs blicken.

Gestern wurden elf Menschen ermordet. Vor einigen Wochen wurden bereits zwei weitere Menschen erschossen. Rassismus war offenbar in beiden Fällen der Grund. Das ist schrecklich. Mein Beileid gilt den Familien, Freundinnen und Freunden, den Verletzten und allen anderen die darunter leiden, dass unsere Gesellschaft das Problem mit rechtsradikalem Terrorismus nicht in den Griff bekommt.

Warum schreibe ich das auf einem Foodblog? Mit dem was ich hier koche und erzähle erreiche ich offenbar einige Menschen, ich sammle „follower“. Nicht immer schaue ich mir die Social-Media-Profile der Menschen an, die auf „gefällt mir“ oder „folgen“ drücken, manchmal schon. Und manchmal – zum Glück noch selten – bin ich entsetzt über das, was ich dann zu sehen bekomme. Die Themen „heimische Natur“ und „Lebensmittel selber machen“ scheinen auch beim rechtsextremen Teil der „Prepperszene“ und rechten Spinnern zu ziehen. Ich habe kein Problem mit Anschauungen, die vielleicht ein gutes Stück konservativer sind als meine eigenen, diskutiere gerne und lasse mich auch gerne von anderen Meinungen überzeugen – aber es gibt Grenzen, und meine ist längst erreicht.

Ich will keine rechtsradikalen „follower“. Einzelne habe ich in der Vergangenheit deshalb schon angeschrieben, einige letzten Endes auch blockiert und sicher nicht alle entdeckt – heute habe ich das Gefühl, dass das nicht mehr reicht. Deshalb so deutlich wie möglich: Ich kotze auf Rechtsradikale. Fresst euer Wild roh, sammelt die falschen Pilze und vergifttet euch mit den völlig falschen Kräutern.

Ein Jäger hat im Wald ein Reh erlegt. Jetzt wird er es verarbeiten.

Tote Tiere im Radio

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Vor einigen Tagen durfte ich bei Deutschlandfunk Nova zu Gast sein, und die Sendung „dein Sonntag“ ist inzwischen zusammen mit einem kleinen Beitrag auch auf der Website zu hören: Eine volle Stunde geht es um Schafe, Tauben, Rehe, Wildschweine, mein Buch „ich esse, also jage ich“ – und um die Frage, ob man Tiere überhaupt essen sollte:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/fabian-grimm-vom-vegetarier-zum-jaeger

Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover

Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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