Reh-Ravioli

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Schwere Klöße, tiefbraune Rotweinsauce, ein ordentliches Stück Braten auf dem Teller, dazu Rotkraut und vielleicht auch ein kleinen Salat, für die Vitamine und für das Gewissen… Die erste Assoziation bei Wildgericht ist eben immer noch der klassische Schmorbraten, und entsprechend wenig Lust auf Reh und Wildschwein haben viele Menschen dann an diesen heißen Sommertagen.

Aber: Wild schmeckt auch jenseits von Kroketten, halbierten Birnen mit Preiselbeeren und Speckmantel. Meiner Meinung nach schmeckt es sogar besonders gut, weil die Tiere langsam und ohne Kraftfutter aufwachsen dürfen und viele Bewegung haben. Das ist nicht nur gut für die Tiere, sondern auch für die Fleischqualität: nicht zu fett, tiefrot und mit charakteristischem Eigengeschmack, der kaum weitere Aromen benötigt, um auf dem Teller zu glänzen. An warmen Sommerabenden landet Wild bei mir häufig auf dem Grill genau wie bei anderen Leuten „normales“ Fleisch und ohne viel Schickschnack.

Ganz ohne Schickschnack geht es heute nicht. Es ist Zeit für Keep reading

Ich esse Beeren und habe keine Angst vor dem Fuchsbandwurm

Warum ich keine Angst vor dem Fuchs-Bandwurm habe

TextWilde Pflanzen

Wenn etwas im Wald wächst, stecke ich es in meinem Mund. Ausnahmen mache ich für erwiesenermaßen giftige Pflanzen, Früchte und Pilze und Dinge, bei denen ich schon weiß, dass sie mir nicht schmecken. Vieles ist aber nicht nur ungiftig, sondern schmeckt auch hervorragend, Blaubeeren zum Beispiel, die esse ich dieses Jahr kiloweise. Wenn ich dann schmatzend und mit blau-roten Händen zwischen den Büschen hocke, höre ich hin und wieder Stimmen, die fragen, ob ich denn nicht befürchten würde, mich über die Früchte mit dem Fuchsbandwurm Keep reading

Hurra, hurra, ein Fleisch-Skandal

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Wildschwein und Mastschwein im Vergleich

Besonders selten sind irgendwelche Skandale, Skandälchen, Vorfälle und Enthüllungen rund um die Fleischindustrie in den letzten Jahren nicht gewesen. Mal stehen die (Ab-)Lebensbedingungen der Tiere im Vordergrund, mal werden Stoffe im Fleisch nachgewiesen, die dort nichts zu suchen haben, mal landet sogar die falsche Tierart in der „Lasagne cavallo“, und jetzt geht es eben mal wieder um die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Neu ist das alles nicht mehr, und Keep reading

Hopfen statt Spargel

BeilagenWilde Pflanzen

Die Spargelsaison neigt sich dem Ende entgegen, gegessen habe ich dieses Jahr keinen. ZU Erinnerung: Trotz großer öffentlicher Aufregung war es im April nicht gelungen, ausreichend willige und fähige Spargel-Stecher und Erdbeer-Pflückerinnen zu finden. Meiner Meinung nach könnte man das durchaus als ähnlich überdeutlichen Hinweis darauf verstehen, wo seit Jahren die Probleme liegen, wie die Corona- Infektionen auf den Schlachthöfen : Die Arbeit zu hart, die Bedingungen zu schlecht? Die Bezahlung zu niedrig, weil die Marge zu klein ist? Ich weiß es nicht. Die Lösung war dann jedenfalls, Keep reading

Frühlings-Ravioli

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Der letzte Donnerstag im April, Zeit für „Saisonal schmeckt’s besser“. Dieses Jahr sprießt, blüht und wächst alles enorm früh, frisches saisonales Gemüse zu besorgen sollte kein Problem sein. Sollte: Wie so oft in den letzten Wochen war vor ein paar Tagen, als ich die Bilder für diesen Beitrag machen wollte einiges anders. Mit jungem Spinat und Reh-Hack wollte ich Ravioli füllen, dazu sollte es dunkel geröstete, beinahe verbrannte Frühlingszwiebeln geben…

An dieser Stelle ist ein kurzer Ausflug hinter die Kulissen eines Foodblogs nötig: Natürlich poste ich nicht alles was ich esse, und auch nicht alles was ich koche. Ein Rezept für einen Beitrag bereite ich meistens zwei oder drei Mal zu, experimentiere und verfeinere und schreibe alles auf, sobald ich zufrieden bin. Eher nebenbei laufen ständig kleine, wenig zielgerichtete Versuche, von denen es leider lange nicht alle in richtige Rezepte schaffen– aktuell widme ich mich da den Sprossen und Trieben des wilden Hopfens, mal sehen was daraus wird.

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Bücher kaufen

Drei Bücher zu den Themen Wild und Jagd habe ich mittlerweile veröffentlichen dürfen: eines darüber, warum ich zur Jagd gehe, ein zweites darüber, wie man ein Reh verarbeitet und als drittes ein Wildkochbuch. Diese  Bücher können auch direkt über mich bezogen werden – jeder Bestellung liegen zwei kostenlose Wildbret-Poster bei und auf Wunsch kritzle ich auch gerne auf die erste Seite

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: Rehsteaks,  Wildschweingulasch oder Burger aus  selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige manchmal auch die weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.