Bärlauch, Reh, ein Ei

Allgemein

Ich betreibe Haut-Goût.de nebenher. Ist eine Weile viel anderes zu tun, muss die Seite zurückstehen, habe ich mehr Zeit, schreibe ich dann wieder mehr neue Beiträge. Gerade steht die Endphase eines spannenden Projekts an, das mit dem blog auch am Rande zu tun hat und zu dem ich in einigen Wochen hoffentlich mehr verraten kann – neue Beiträge sind da gerade eher selten, leider. An sich sind solche mageren Wochen für mich ab und an auch völlig in Ordnung. Für solche Zeiten gibt es ja immer noch die prall gefüllte Rezeptesammlung und die Downloads, da muss wirklich niemand hungern, aber als ich gemerkt habe, dass ich dieses Jahr noch an keiner einzigen Runde »Saisonal schmeckt’s besser« teilgenommen habe, hat mich das doch ein bisschen erschreckt. Um so mehr freut es mich, dass ich dieses mal wieder dabei sein kann, die Rezepte der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen wie gewohnt ganz unten.

 

Ein Rezept für kurz gebratenen Rehrücken mit Bärlauch-Mayonnaise

 

Das Rezept ist recht simpel, auch hier hinterlässt der Zeitmangel seine Spuren: Rehrücken mit einer Bärlauch-Mayonnaise. Ohne gutes Essen geht es eben auch nicht.

400 g Rehrücken, pariert ohne Knochen
ein halber TL Salz und einige Tropfen Zitronensaft
ein Ei
100 ml neutrales Öl
5 Blätter Bärlauch, fein gehackt

Den Rehrücken von allen Seiten scharf anbraten und im auf 80-90 Grad vorgeheizten Ofen einige Minuten bis zum gewünschten Gargrad ziehen lassen. Wer ein Fleischthermometer zum Einstechen hat: Das Reh auf dem Bild hatte 56 °C Kerntemperatur, Medium wären 58-60 °C, bis 65 °C ist das Fleisch noch leicht rosa, danach wird es zunehmenden grau.

Während das Fleisch ruht, Salz und Zitronensaft vermischen und das Ei trennen. Nur das Eigelb zur Salzmischung geben und unterrühren, dann nach und nach das Öl dazugeben, dabei immer weiter rühren. Da das Fleisch ohnehin eine Weile im Ofen bleibt, kann man sich für die 100 ml Öl ruhig fünf Minuten Zeit lassen. Zum Schluss den fein gehackten Bärlauch untermischen und mit Salz und eventuell Pfeffer abschmecken.

 

Ein ganzes Bärlauch-Feld. Meine Sammelstelle :D

 

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Grimms Wildkochbuch

Fünfzig Rezepte sind für mein ersten Kochbuch zusammengekommen, acht Tiere werden zubereitet – trotzdem ist es ein bisschen mehr als ein Kochbuch: Wenn ich ein Stück Fleisch aus dem Gefrierschrank nehme, erinnere ich mich genau daran, wo es herkommt. Bei jeder Art findet sich deshalb neben den Rezepten auch ein ausführlicher Text zu dem Jagderlebnis hinter dem Fleisch.

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: Rehsteaks,  Wildschweingulasch oder Burger aus  selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige manchmal auch die weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

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