Fond und Seuche

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Vorletzte Woche fand in Dortmund eine große Jagdmesse statt, auf der ich ein bisschen was über Rehe und ihren Weg vom Lebewesen zum Lebensmittel erzählen durfte. Eigentlich stand für heute ein kleiner Rückblick auf dem Zettel, dazu die Rezepte, die ich dort zum Verkosten dabei hatte…
Uneigentlich hat irgendjemand eine gemeine Seuche auf die Veranstaltung eingeschleppt. Der Keim fand in den vollbesetzten Messehallen offenbar ideale Bedingungen um sich zu verbreiten – so weit ich es mitbekommen habe, war ich nicht der einzige, der die letzte Woche mit Tee und Taschentüchern im Bett verbracht hat. Um so mehr hatte ich mich auf meinen haltbar eingekochten Vorrat an Rehfond gefreut, als ich schon mit Kopfschmerzen und verstopfter Nase aus NRW nach Hause kam.

 

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Endlich Ende.

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Ab heute lassen wir die Rehe in Frieden, es ist Schonzeit. Das Gewehr bleibt die nächsten Monate im Tresor und der Hund in seinem Zwinger!
… naja. Eigentlich hat Akira gar keinen Zwinger, sondern kommt sowieso mit rein und auf den Schießplatz will ich in den nächsten Wochen auch mal wieder. Aber die Rehe haben jetzt wirklich endlich ihre Ruhe, erst im Mai geht es wieder auf die Jagd. Der Gefrierschrank sollte bis dahin auch wieder leer sein, das sorgt dann für frische Motivation.

 

Fabian von haut-gout.de und Akira im Schnee

Hase mit Rüben

AllgemeinRezepteSchmorfleisch

Ein paar Tage vor Weihnachten habe ich meinen ersten Feldhasen geschossen. Vorher habe ich nie in einem Revier gejagt, wo es so viele Hasen gab, dass ich einen hätte erlegen wollen. Dort wo ich zu Gast war, ist das anders: In dieser Gegend sind Hasen noch recht häufig, was wohl auch an der kleinstrukturierten, vielfältigen Landwirtschaft liegt. Mit den Worten: „Wenn du willst und es passt, kannst du dir gerne einen mitnehmen“ wurde ich auf meinen Hochsitz geschickt. Ich wollte, vor allem weil mich der vielgerühmte Geschmack von Hasenfleisch interessiert hat, und“gepasst“ hat es auch:  Zu Weihnachten gab es dann also Hase. Lecker!

Lauscher bzw. Ohren des Feldhasen

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Das Buch zum Blog

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In wenigen Tagen ist es soweit: mein erstes Buch erscheint, Vorbestellungen sind schon jetzt möglich – ausgeliefert wird dann ab dem 18. Dezember, pünktlich zu Weihnachten…

Ein Tier zu zerteilen ist eine der ältesten Aufgaben des Menschen. Heute ist dieser Arbeitsablauf zwischen Landwirtschaft, Schlachthof und Metzgerei aufgeteilt und zumindest in den Industrienationen für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung kaum nachvollziehbar: Das Leben und Ableben von Schlachttieren soll stattdessen mit Zertifikaten und Siegeln transparent gemacht werden. Vertrauen ist gut, aber Selbermachen ist noch besser!

Das Reh ist ein kleines Tier. Es lebt frei, selbstbestimmt und artgerecht in Wald und Feld, bis ein gezielter Schuss es unvermittelt tötet. Ausgenommen, gehäutet und ohne Knochen bleiben vom Reh etwa sechs Kilo Fleisch von höchster Qualität. Egal, ob man es selbst erlegt hat oder ein Reh mit Haut und Haaren kauft: So ein ganzes Tier mit den eigenen Händen zu verarbeiten, ihm das Fell abzuziehen, es zu zerlegen und zu verzehren, ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Tod und der eigenen Ernährung.

Ich erinnere mich gut an meine ersten Versuche ein Tier zu zerteilen – trotz vieler Ratschläge und einiger Videos war mir an vielen Stellen unklar, wo ich wann am besten schneide. Ehrlich gesagt war ich damals ziemlich überfordert. Das möchte ich anderen gerne ersparen: Jeder einzelne Arbeitsschritt auf dem Weg vom Lebewesen zum Lebensmittel wird mit einem Foto auf einer ganzen Seite detailliert gezeigt. Bild und Schrift sind so groß, dass das Buch während der Arbeit einfach neben dem Reh liegen kann und trotzdem ein kurzer Blick reicht, um jeden Schritt nachzuvollziehen. Dieses Buch ist die komplette Anleitung, um aus einem Reh ein Lebensmittel zu machen. Schnitt für Schnitt zeige ich auf 176 Seiten die Verarbeitung, vom ganzen Reh bis zum verpackten Steak. Dazu kommen Tipps, wie die einzelnen Teilstücke sich am besten zubereiten lassen.

 

»Rehwild – vom Lebewesen zum Lebensmittel« von Fabian Grimm/haut-gout.de, 176 Seiten, Hardcover, erschienen beim Verlag J. Neumann-Neudamm, 19,95 €, ISBN: 978-3-7888-1947-7

Weil ich bereits in einigen Mails danach gefragt wurde: Ja, es gibt auch signierte Bücher.
Dafür bitte eine kurze Mail an kontakt@haut-gout.de.

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Inhalt

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Vorwort

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Aus der Decke schlagen

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Zerwirken

 

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Ausbeinen

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Übersicht Keule

 

Ausschnitt aus dem Buch "Rehwild, vom Lebewesen zum Lebensmittel" von Fabian Grimm, Übersicht

Fabian Grimm von haut-gout.de zieht ein Reh aus dem Wald
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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