Ich esse Beeren und habe keine Angst vor dem Fuchsbandwurm

Warum ich keine Angst vor dem Fuchs-Bandwurm habe

TextWilde Pflanzen

Wenn etwas im Wald wächst, stecke ich es in meinem Mund. Ausnahmen mache ich für erwiesenermaßen giftige Pflanzen, Früchte und Pilze und Dinge, bei denen ich schon weiß, dass sie mir nicht schmecken. Vieles ist aber nicht nur ungiftig, sondern schmeckt auch hervorragend, Blaubeeren zum Beispiel, die esse ich dieses Jahr kiloweise. Wenn ich dann schmatzend und mit blau-roten Händen zwischen den Büschen hocke, höre ich hin und wieder Stimmen, die fragen, ob ich denn nicht befürchten würde, mich über die Früchte mit dem Fuchsbandwurm …klicken zum Weiterlesen

Hurra, hurra, ein Fleisch-Skandal

Allgemein
Wildschwein und Mastschwein im Vergleich

Besonders selten sind irgendwelche Skandale, Skandälchen, Vorfälle und Enthüllungen rund um die Fleischindustrie in den letzten Jahren nicht gewesen. Mal stehen die (Ab-)Lebensbedingungen der Tiere im Vordergrund, mal werden Stoffe im Fleisch nachgewiesen, die dort nichts zu suchen haben, mal landet sogar die falsche Tierart in der „Lasagne cavallo“, und jetzt geht es eben mal wieder um die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Neu ist das alles nicht mehr, und …klicken zum Weiterlesen

Hopfen statt Spargel

BeilagenWilde Pflanzen

Die Spargelsaison neigt sich dem Ende entgegen, gegessen habe ich dieses Jahr keinen. ZU Erinnerung: Trotz großer öffentlicher Aufregung war es im April nicht gelungen, ausreichend willige und fähige Spargel-Stecher und Erdbeer-Pflückerinnen zu finden. Meiner Meinung nach könnte man das durchaus als ähnlich überdeutlichen Hinweis darauf verstehen, wo seit Jahren die Probleme liegen, wie die Corona- Infektionen auf den Schlachthöfen : Die Arbeit zu hart, die Bedingungen zu schlecht? Die Bezahlung zu niedrig, weil die Marge zu klein ist? Ich weiß es nicht. Die Lösung war dann jedenfalls, …klicken zum Weiterlesen

Frühlings-Ravioli

Allgemein

Der letzte Donnerstag im April, Zeit für „Saisonal schmeckt’s besser“. Dieses Jahr sprießt, blüht und wächst alles enorm früh, frisches saisonales Gemüse zu besorgen sollte kein Problem sein. Sollte: Wie so oft in den letzten Wochen war vor ein paar Tagen, als ich die Bilder für diesen Beitrag machen wollte einiges anders. Mit jungem Spinat und Reh-Hack wollte ich Ravioli füllen, dazu sollte es dunkel geröstete, beinahe verbrannte Frühlingszwiebeln geben…

An dieser Stelle ist ein kurzer Ausflug hinter die Kulissen eines Foodblogs nötig: Natürlich poste ich nicht alles was ich esse, und auch nicht alles was ich koche. Ein Rezept für einen Beitrag bereite ich meistens zwei oder drei Mal zu, experimentiere und verfeinere und schreibe alles auf, sobald ich zufrieden bin. Eher nebenbei laufen ständig kleine, wenig zielgerichtete Versuche, von denen es leider lange nicht alle in richtige Rezepte schaffen– aktuell widme ich mich da den Sprossen und Trieben des wilden Hopfens, mal sehen was daraus wird.

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Die Augen mitessen 2

Allgemein

Wildkräuterbutter, hässlich aber wunderbar

Butter aus dem Kühlschrank nehmen damit sie warm und weich wird, ein kurzer Spaziergang mit offenen Augen und einem kleinem Körbchen, danach ein bisschen schneiden und Kräuterschnipsel und Butter zusammenmatschen – Wildkräuterbutter ist unkompliziert, lecker und immer ein guter Grund das Haus zu verlassen. Damit passt sie doch schon perfekt in die Coronazeit.

Meistens versuche ich verschiedene Geschmacksrichtungen in der Wildkräuterbutter zu vereinen, ähnlich wie bei einem Chutney: duftig-süßer Waldmeister als Kontrast zu Sauerklee, der, wie der Name schon sagt, sauer schmeckt, dazu Bärlauch oder junge Knoblauchsrauke, die so würzig ist, dass der Geschmack schon beinahe ins Scharfe geht… Noch ein bisschen Salz und vielleicht auch etwas weißer Pfeffer, oder scharfes Wiesenschaumkraut, so lange es noch blüht. Das Fett dient als Geschmacksträger und -verstärker und arbeitet den Geschmack der Pflanzen heraus, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen.

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Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover

Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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