Innereien

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Innereien auf den Teller?

Gleich nach dem Schuss wird das Wild ausgenommen: Herz, Leber, Lunge, Nieren, Milz, Magen oder Mägen (Wiederkäuer haben gleich vier) und Darm werden entfernt. Dieser »Aufbruch« wird nur selten verkauft, häufig dürfen sich wenigstens die Jagdhunde darüber freuen und manchmal wird er auch einfach gar nicht verwertet sondern schlicht vergraben. Ich versuche auch die »inneren Werte« einer sinnvollen Nutzung zuzuführen und gelegentlich Herz und Leber, Niere und Milz, Pansen und Lunge oder Hoden und Hirn zuzubereiten.

Die „rote Arbeit“

Dschungelcamp oder Geschmackserlebnis?

Die inneren Organe zu verarbeiten und zuzubereiten ist nicht mehr so üblich. Erwähnt man beim Ausnehmen, dass man Leber, Milz und Nieren mitnehmen möchte, um sie zuzubereiten, erntet man gelegentlich ungläubige Blicke und Vergleiche mit dem „Dschungelcamp“. Und das, obwohl es doch viele traditionelle Rezepte gibt: Leberwurst im Naturdarm und Milzschnitten, „Beuschel“ und Kutteln – es ist nicht lange her, dass es vollkommen selbstverständlich war, auch das „fünfte Viertel“ auf den Tisch zu bringen.
Auch ich selbst bin – wie wohl die meisten Menschen – weitgehend ohne Innereien auf dem Speisezettel aufgewachsen. Genau das macht diese Teilstücke für mich heute so spannend: Ich habe keinen Vergleich für paniertes Hirn, keine Erfahrung mit gebratener Leber. Verarbeite ich diese Organe zum ersten mal, erwarten mich neue Geschmackswelten und unbekannte Texturen und Konsistenzen. Ich kann frisch und offen an die Zubereitung gehen, bin gespannt auf das, was mich auf dem Teller erwartet, und stelle mir selbst die Frage: Wie schmeckt das eigentlich?
Manche Menschen kaufen für ein solches Erlebnis Krustentiere und Muscheln oder reisen in ferne Länder, wo ihnen frittierte Taranteln und Schlangenfleisch angeboten werden – ich entdecke einfach neue Teilstücke.

Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover

Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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