Getrocknete Herzen – Haut Gôut

Getrocknete Herzen

Allgemein

Herz, Reh, Rezept, Wild, Jagd, Aufbruch, Innereien

 

Zwei Herzen, winterlicher Wald, Sonne und ein guter Schluck Sherry – klingt nach einem gelungenen Valentinstag. Wenn ich auf der Jagd Erfolg habe, also einem Wildtier das Leben nehme, bemühe ich mich grundsätzlich, es möglichst komplett zu verwerten und verarbeite auch die inneren Organe. Viele Menschen mögen keine Innereien, oder haben sie noch nie probiert und möchten das auch nicht ändern. Das Herz ist in solchen Fälllen gut geeignet um Brücken zu bauen: Anders als Leber oder Niere, besteht das Herz aus magerem Muskelfleisch – genau wie Filet oder Keule. Es kann genau so zubereitet werden, hat die gleiche Konsistenz wie »normales« Fleisch und schmeckt auch nicht anders. Ich habe Herzen schon geschmort, gebraten und sogar roh gegessen, jetzt habe ich zwei Rehherzen mariniert und getrocket: bestes Deer Jerky.

Herz, Reh, Rezept, Wild, Jagd, Aufbruch, Innereien

 

zwei Rehherzen
50 ml Sherry
drei EL Sojasauce
ein Tl Chiliflocken

 

Fett und Sehnen gründlich von den Herzen entfernen und sie in zwei bis vier  Millimeter dünne Scheiben schneiden, eventuell vorsichtig platt klopfen. Alle anderen Zutaten vermischen, das Fleisch dazugeben und für etwa 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Danach das Fleisch aus der Marinade nehmen, mit Zahnstochern auf dem Rost befestigen und bei 40° Umluft für 6-12 Stunden sanft im Ofen trocknen. Ein in die Ofentür geklemmter Kochlöffel sorgt dabei dafür, dass die Feuchtigkeit entwechen kann. Das Jerky ist fertig, wenn es sich noch biegen lässt, ohne zu brechen, aber auch die dicksten Stellen nicht mehr weich sind.

 

Herz, Reh, Rezept, Wild, Jagd, Aufbruch, Innereien

 

 

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Ich verarbeite ein ganzes Wildschwein.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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