Reichlich Reh auf Vorrat

Allgemein

Eingekocht: als Vorrat habe ich aus drei Kilo Hackfleisch vom Reh Bolognese gekocht und eingeweckt.

 

Mitten im Hochsommer paaren sich die Rehe. Nach dem Frühjahr haben sie jetzt die Kraft dafür, und im Herbst bleibt ihnen so noch genügend Zeit, um sich ein bisschen Winterspeck anzufuttern. Damit die Kitze nicht im Winter auf die Welt kommen, gibt es bei den Rehen eine »Eiruhe«: Die Eizelle wird befruchtet, teilt sich einige male – und dann passiert sehr, sehr lange nichts. Erst im Januar beginnen die Embryonen sich zu entwickeln und im nächsten Mai werden die Jungtiere gesetzt.

Dass die Paarungszeit für die Rehe selbst sehr aufregend ist, steht außer Frage. Und für Jägerinnen und Jäger bietet sich jetzt eine spannende Möglichkeit den Gefrierschrank zu füllen: Die Blattjagd. Mit gefühlvollen Piepstönen werden die Weibchen imitiert und die Rehböcke angelockt um sie zu erlegen. Eine effektive Jagdart, die aber nur an wenigen Tagen im Jahr funktioniert. Um diese Zeit nicht mit kochen zu vertrödeln, habe ich vorgesorgt und fünf Liter Hackfleischsauce vom Reh eingekocht. Das Rezept an sich ist eine simple Tomaten-Hackfleischsauce mit Rehfond, ein paar Zwiebeln und Knoblauch. Weiter gewürzt habe ich sie noch nicht. Eingeweckt ist sie ohne Kühlung haltbar (das schafft Platz im Gefrierschrank für die erwarteten Neuzugänge) und gleichzeitig beim Abschmecken noch völlig offen: schnell wird aus der Sauce Reh-Bolognese, Reh-Chili oder Reh-Shakshouka – schließlich möchte ich nicht fünf Liter lang das gleiche essen!

 

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Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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