Schnelles Reh, mit Kartoffeln und Rauke

Kurzbraten und GrillenWilde Pflanzen

 

Mein Wild kombiniere ich gerne mit ebenso wilden Kräutern, Früchten und Pilzen, am besten direkt aus dem Revier. Manchmal habe ich eine bestimmte Art lange im Kopf, suche gezielt an passenden Standorten und freue mich riesig, wenn ich sie dann wirklich entdecke. Austernseitlinge sind so eine Art, und Judasohren suche ich schon seit Jahren vergeblich (für diesen Herbst habe ich aber mal wieder eine vielversprechenede Stelle im Auge …).
Andere Pilze und Pflanzen sind häufiger, wachsen fast überall und manchmal auch über einen längeren Zeitraum. Mädesüß ist so eine Art, und die Knoblauchsrauke ist auch immer für mich da. Die ersten Pflanzen habe ich schon im April gefunden, aber auch jetzt Anfang Juli kann man die leckeren Blätter noch sammeln und zum Würzen verwenden.

Ein angerichteter Teller mit Rehfilet, Kartoffeln und Knoblauchsrauke

 

Für zwei Personen:

neutrales Öl
eine rote Zwiebel, in Ringen
500g festkochende Kartoffeln, ungeschält, in dünnen Scheiben
2 Rehfilets
zwei oder drei Stängel Knoblauchsrauke (Ersatz: eine Handvoll Rucola)
Salz und Pfeffer

Zwiebelringe, Kartoffelscheiben, Öl, Salz und Pfeffer mischen und für 20-30 Minuten bei 160 °C im Ofen backen. Gegen Ende die Rehfilets von beiden Seiten scharf in etwas Öl anbraten, die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und das Fleisch auf den heißen Kartoffeln ruhen lassen. Nach einigen Minuten sind die Kartoffeln so weit abgekühlt, dass man sie essen kann und das Fleisch ist innen noch rosa. Aufschneiden und die Rauke untermischen.
Evtl. noch Quark mit Rauke, Salz und Olivenöl mischen und als Dip verwenden.

 

 

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Fabian Grimm von haut-gout.de zieht ein Reh aus dem Wald

Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben. Ich verwerte ausschließlich Wild, egal ob Fleisch oder Fisch: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.

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