„Chicken of the Woods“

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Wild auf Reisen zu essen ist nicht einfach, zumindest wenn man nicht gerade einen Haufen Gesetze gegen Wilderei brechen möchte.  Pflücken, suchen und sammeln ist aber ohne weiteres erlaubt, nur ein bisschen Glück muss man haben…
Ich hatte es: den wunderschön gelben Schwefelporling habe ich bei uns nur selten entdeckt und noch nie gegessen. Wenn ich einmal ein Exemplar entdeckt habe, war er entweder schon alt und zäh, an einer Eiche gewachsen und deshalb voller Gerbstoffe, oder wuchs irgendwo in unerreichbarer Höhe am Baum. Andere Länder, andere Pilze: Im Urlaub in Franken habe ich jetzt einen jungen Schwefelporling an einem Weidenstumpf gefunden und sofort mitgenommen. Der Pilz wird auch »Chicken of the woods« genannt, weil er gegart angeblich nach Hühnchen schmecken soll – genau deshalb wollte ich ihn schon lange probieren und habe mich riesig über den Zufallsfund gefreut.

 

 

 

500 g junger Schwefelporling (nicht an Eiche, Robinie oder Eibe gewachsen)
etwas Butter oder Öl
etwas Pesto (oder Gewürze, die hatte ich nicht dabei)
zwei Eier
Salz und Pfeffer

Den Pilz putzen, in kleine Stücke schneiden und in Butter oder Öl anbraten bis er weich wird. Etwas Pesto dazugeben, die verquirlten Eier dazugeben, zu einem Rührei braten und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Der Pilz schmeckt mild und mit etwas Fantasie tatsächlich nach Huhn – Lecker! Ein knuspriges französisches Baguette war für mich die perfekte Ergänzung.

 

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Ich esse also Jage ich, Buch, Fabian Grimm, Haut-gout.de, Vom Jäger zum Vegetarier, Cover

Ich esse, also jage ich

Über die Gedanken und Erfahrungen, die mich zu dem Entschluss geführt haben, die Jägerprüfung abzulegen und den unerwarteten Veränderungen, die diese Entscheidung auch für andere Lebensbereiche bedeutet hat, habe ich ein Buch geschrieben

»Ich esse, also jage ich – wie ich vom Vegetarier zum Jäger wurde« ist im Ullstein Verlag.erschienen und für 16 € im Buchhandel erhältlich.

Über mich:

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Ich bereite hier ausschließlich Wild zu: Das hat mit Freude am Selbermachen zu tun, mit ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten.
Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel. Töten und ausnehmen, zerteilen und zubereiten kann ich noch als Einheit erleben – und zeigen.

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