Getrocknete Toten-Trompeten

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Mit der »Saison« ist das so eine Sache. Letztes Jahr um diese Zeit hat es viel geregnet und ich habe die Steinpilze körbeweise aus dem Wald getragen (Siehe Rezept). Damals habe ich mir fest vorgenommen, dieses Jahr darüber zu schreiben, dass im Juli und August die beliebtesten Speisepilze zahlreicher und in besserer Qualität wachsen, als im Herbst – wenn die meisten Menschen Pilze suchen gehen und vermeintlich »Pilzsaison« ist…
Jetzt sieht es ganz anders aus: Trockenheit und weit und breit keine Pilze. Schade. Mein guter Rat, doch jetzt schon einmal nach den Pilzen zu sehen, ist da natürlich wenig wert. Auch Schade. Immerhin hatte ich aber das gute Pilzjahr 2017 genutzt, um einen kleinen Vorrat an Pilzen anzulegen. Totentrompeten lassen sich besonders gut trocknen, im Winter hatte ich sie z.B. für ein Risotto verwendet. Jetzt ist es mal wieder Zeit, den Vorrat anzuknabbern.

 

Totentrompeten, Herbstrompeten, Wild, Rezept, Pilze sammeln

 

600 g durchwachsenes Wildschweinfleisch aus der Schulter
etwas Mehl
eine Tasse getrockneter Totentrompeten
heißes Wasser
eine Zwiebel (in Würfeln)
eine Chilischote (fein gehackt)
Salz

 

 

Das Fleisch würfeln, mit Mehl bestäuben und in etwas neutralem Öl scharf anbraten. Währenddessen die getrockneten Totentrompeten mit heißem (nicht: kochendem) Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Zwiebel und Chili dünsten, das Fleisch und die Pilze samt Flüssigkeit dazugeben. Deckel drauf, und mindestens zwei Stunden bei geringer Hitze garen, bis das Fleisch beinahe zerfällt. Falls Flüssigkeit fehlen sollte, kann man etwas helles Bier angießen – allerdings verringert das natürlich den intensiven Pilzegeschmack, und um den geht es ja eigentlich.

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Grimms Wildkochbuch

Fünfzig Rezepte sind für mein ersten Kochbuch zusammengekommen, acht Tiere werden zubereitet – trotzdem ist es ein bisschen mehr als ein Kochbuch: Wenn ich ein Stück Fleisch aus dem Gefrierschrank nehme, erinnere ich mich genau daran, wo es herkommt. Bei jeder Art findet sich deshalb neben den Rezepten auch ein ausführlicher Text zu dem Jagderlebnis hinter dem Fleisch.

Ich bin Fabian Grimm, herzlich wilkommen auf meinem Blog. Als Jäger verarbeite ich Tiere vom Lebewesen zum Lebensmittel.
Auf dieser Seite präsentiere ich meistens die Ergebnisse: Rehsteaks,  Wildschweingulasch oder Burger aus  selbstgemachtem, wildem Hackfleisch – und zeige manchmal auch die weniger schönen Schritte auf dem Weg dorthin. Es geht um die Freude am draußen sein, um den Spaß am Selbermachen, um ehrliche, regionale Ernährung und vor allem um Tiere, die so leben können, wie sie es selbst für artgerecht halten.

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